Deutsch-Angolanische
Wirtschafts-Initiative e.V.

  

Steuerliche Vorteile bei Privatinvestitionen

Mit Inkrafttreten des in der vergangenen Woche vom angolanischen Parlament einstimmig verabschiedeten Gesetzes für Privatinvestitionen kommen angolanische und internationale Investoren in den Genuss von Steuervergünstigungen bei Unternehmensgründungen und -beteiligungen und der Durchführung von Projekten.

Das Gesetz unterteilt das Land in vier Investitionszonen (A, B, C und D) und „belohnt“ Investitionen vor allem in folgenden Bereichen, analog der nachfolgend aufgeführten Prioritätsliste:

1. Bildung, berufliche Bildung, Hochschulbildung, wissenschaftliche Forschung und Innovation
2. Landwirtschaft und Agro-Industrie
3. Gesundheit und Dienstleistungen
4. Wiederaufforstung, industrielle Verarbeitung von Forstressourcen und Forstwirtschaft
5. Textil-, Bekleidungs- und Schuhindustrie
6. Bau, öffentliche Arbeiten; Telekommunikation und Informationstechnologie; Flughafen- und Eisenbahninfrastruktur
7. Erzeugung und Distribution von Energie; Hotels, Tourismus und Freizeit
8. Stromversorgung
9. Sanitäre Grundversorgung; Sammlung und Entsorgung von festen Abfällen

Aus dem Wortlaut des Gesetzes geht hervor, welche Informationen im Vorfeld beabsichtigter Investitionen zur Verfügung gestellt werden müssen und wie der eigentliche Investitionsvorschlag zur Registrierung bei der Behörde und für die Genehmigung der gesetzlich festgeschriebenen Leistungen abgefasst sein muss, die je nach gewählter Zone unterschiedlich ausfallen können.

Das Gesetz schreibt zudem vor, dass private Investoren angolanische Arbeitnehmer beschäftigen und ihnen die erforderliche berufliche Ausbildung sowie ein Gehalt und Sozialleistungen garantieren, die ihren Qualifikationen entsprechen. Jede Art von Diskriminierung ist verboten.



Nürnberg, 22. Mai 2018
Rainer Dzösch

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