Deutsch-Angolanische
Wirtschafts-Initiative e.V.

  

Steueranreize bei Privatinvestitionen erhöht

Die am 30. Oktober in Kraft getretene Regulierung des Angola Private Investment Law (LIP) erhöht die Steuervergünstigungen für Investoren zu einem Zeitpunkt, zu dem das Land die Ankurbelung der Nicht-Ölwirtschaft und des Exportsektors anstrebt.

Mit der neuen Verordnung werden die rechtlichen Verfahren für Kapitalzuführungen gemäß dem neuen Gesetz über private Investitionen vom Mai 2018 genehmigt, die für Projekte gelten, die nach dem 30. Oktober begonnen wurden. Eine Übergangsregelung für andere, bereits laufende Projekte ist vorgesehen.

Bei Investitionsprojekten, die vor dem 30. Oktober begonnen wurden und die noch den Bestimmungen des ursprünglichen Gesetzes unterliegen, sollte die Anwendung des Dekrets des Präsidenten Nr. 250/18 beantragt werden, um von den neuen, günstigeren Regelungen  profitieren zu können.

Auch bei Investitionsprojekten, die vor dem 26. Juni genehmigt wurden, können die betroffenen Privatinvestoren die Anwendung des neuen LIP Gesetzes für ihr Projekt beantragen.

Die neuen, automatisch gewährten Steuervorteile für Inhaber des Private Registration Certificate (CRIP), werden durch die Agentur für private Investitionen und Exportförderung (Aipex) vergeben.

Zu den Vorteilen zählen die Senkung der Grunderwerbssteuer, der Gewerbesteuer und der Kapitalsteuer, die in der Sonderregelung für die neuen A-, B-, C- und D-Zonen des Gesetzes Nr. 10/18 festgelegt sind.

Weitere Vorteile sind die Befreiung von Zahlungen für den Verwaltungsaufwand an die Apiex für das erste Jahr.

Die wirtschaftlichen Tätigkeiten, die von der neuen Sonderregelung profitieren, sind im Präsidialerlass Nr. 250/18 detailliert aufgeführt.

Investitionen und Leistungen, die nach vorherigen Investitionsgesetzen und -bestimmungen gewährt wurden, bleiben für die ursprünglich festgelegten Zeiträume in Kraft. Eine Verlängerung ist nicht zulässig.

Der Präsident von Aipex, Licínio Vaz Contreiras, gab kürzlich bekannt, dass bei der Agentur seit der Verabschiedung des neuen Gesetzes im Mai 2018 57 Investitionsvorschläge im Gesamtbetrag von 502 Millionen US-Dollar eingegangen sind. Davon kamen 70 Prozent aus dem Inland, 30 Prozent wurden von internationalen Investoren eingereicht.



Nürnberg, 03. Dezember 2018
Rainer Dzösch

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