Deutsch-Angolanische
Wirtschafts-Initiative e.V.

  

Angolanisches Parlament billigt den allgemeinen Rahmen des Privatinvestitionsgesetzes

Der Entwurf zur Überarbeitung des Privatinvestitionsgesetzes, der einen Abbau der Bürokratie und einen Anstieg ausländischer Direktinvestitionen zum Ziel hat, wurde in der achten ordentlichen Plenarsitzung des angolanischen Parlaments am Donnerstag, 19. April, einstimmig angenommen.

Der Gesetzesvorschlag, der von den parlamentarischen Fachausschüssen im Detail diskutiert wurde, beinhaltet eine Liberalisierung privater Investitionen in Angola, insbesondere durch die Abschaffung von Mindestanlagebeträgen und den Verzicht auf die bislang obligatorische Beteiligung von angolanischen Partnern an geplanten Investitionsprojekten.

In seiner Rede vor dem Parlament betonte der angolanische Minister für Wirtschaft und Planung, Pedro Luís da Fonseca, den mit dem neuen Gesetz einhergehenden  Bürokratieabbau. Fonseca zeigte sich zudem überzeugt, dass der gänzliche Verzicht auf eine Beteiligungspflicht von angolanischen Staatsangehörigen an ausländischen Firmengründungen oder Investitionsprojekten das Interesse internationaler Investoren steigern wird.

Eine Delegation des Internationalen Währungsfonds hatte bei ihrem Besuch in Luanda im März vergangenen Jahres für Angola höhere Wachstumsraten prognostiziert, vorausgesetzt, die angolanische Regierung könne sich dazu durchringen, ein neues Wettbewerbsgesetz und eine Überarbeitung des Gesetzes für private Investitionen auf den Weg zu bringen. Damit, so der IWF, ließen sich einige der bestenden Monopole in der angolanischen Wirtschaft durchbrechen, was zu mehr Privatinvestitionen und damit zur Schaffung von Arbeitsplätzen führe. Gleichzeitig böte ein modifiziertes Privatinvestionsgesetz ausländischen Unternehmen mehr Anreize und Garantien für Investionen in dem westafrikanischen Land. 

 

 

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Nürnberg, 20. April 2018
Rainer Dzösch

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