Deutsch-Angolanische
Wirtschafts-Initiative e.V.

  

MPLA verteidigt ihre Zwei-Drittel Mehrheit

Termingerecht wurde am gestrigen Abend von der Wahlkommission CNE das offizielle Wahlergebnis der angolanischen Parlamentswahlen bekannt gegeben. Wahlberechtigt waren 9,3 Millionen Angolaner, 7,3 Millionen nahmen tatsächlich an der Wahl teil. Nach Prüfung durch die Wahlkommission konnten 6,8 Millionen abgegebene Stimmen als gültig gewertet werden. 2,1 Millionen (23,43 %) Wahlberechtigte übten ihr Stimmrecht nicht aus. Die Wahlbeteiligung lag damit bei etwa 76,5 %. In das zukünftige Parlament werden - wie bisher - fünf Parteien mit insgesamt maximal 220 Abgeordneten einziehen.

Auch wenn die regierende MPLA im Vergleich zu den Wahlen von 2012 (71,8 %) deutlich Federn lassen musste, konnte sie dennoch ihre Zwei-Drittel Mehrheit im zukünftigen Parlament behaupten. Für die MPLA stimmten 61 % der Wähler, das entspricht 4,1 Millionen Stimmen. Im neu zu konstituierenden Parlament stellt die MPLA 150 Abgeordnete und damit 25 weniger als nach den Wahlen 2012.

Die Partei hat inzwischen João Lourenço als zukünftigen Staatspräsidenten und Bornito de Sousa als Vize-Staatspräsidenten bestätigt.

Von den übrigen zur Wahl stehenden Parteien erreichte die UNITA mit 26,7 % (2012: 18,7 %) oder 1,8 Millionen Wählern den zweitgrößten Stimmenanteil. Die Partei entsendet 51 Abgeordnete.

Drittstärkste Kraft wurde mit 9,5 % (2012: 6 %) die CASA-CE, die insgesamt 639.789 Wähler für sich gewinnen konnte. Die CASA-CE wird im neuen Parlament mit 16 Abgeordneten vertreten sein.

Mit großem Abstand schafften zwei weitere Parteien erneut den Einzug ins Parlament. Die PRS kam auf 1,3 % (2012: 1,7 %) und stellt mit zwei Abgeordneten einen weniger als nach den Wahlen 2012. Die FNLA verlor ebenfalls einen Sitz und ist nur noch mit einem Abgeordneten vertreten. Für die Partei stimmten 0,9 % (2012: 1,1 %) der Wähler.

Entgegen der Erwartungen politischer Beobachter verfehlte die neugegründete populistische Partei APN mit 0,5 % den Sprung ins Parlament.

 



Nürnberg, 07. September 2017
Rainer Dzösch

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