Deutsch-Angolanische
Wirtschafts-Initiative e.V.

  

Machtwechsel vollzogen

Nach fast vier Jahrzehnten hat Angolas Staatschef José Eduardo dos Santos die Amtsgeschäfte abgegeben. Gestern legte sein Nachfolger, der bisherige Verteidigungsminister João Lourenço, seinen Amtseid ab und übernahm damit das Amt des Staatspräsidenten in dem ölreichen Land.

In seiner Antrittsrede versprach Angolas neuer Staatspräsident die Korruption und Armut bekämpfen zu wollen, die wirtschaftliche Entwicklung des Landes voranzubringen und Arbeitsplätze zu schaffen. Dazu gehört, so João Lourenço, die jungen Menschen im Land zu fördern und ihnen durch Bildung und Ausbildung eine Perspektive zu geben. Wie bereits in seinen Wahlkampfreden betonte Lourenço erneut, ein Präsident für alle Angolaner sein zu wollen.

Zu der Zeremonie in Luanda waren mehr als 40.000 Angolaner gekommen, die ihr neues Staatsoberhaupt frenetisch feierten.

An der Amtseinführung nahmen auch zahlreiche ausländische Staatsoberhäupter teil, unter ihnen Portugals Staatschef Marcelo Rebelo de Sousa, der südafrikanische Präsident Jacob Zuma und der Präsident der Republik Gabun, Ali-Bem Bongo, der derzeit auch Vorsitzender der Zentralafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECCAS) ist.

Zu den Gästen zählten auch die Präsidenten von Äquatorial Guinea, Teodoro Obiang Nguema, Paul Kagame (Ruanda), Joseph Kabila (Demokratische Republik Kongo) und zahlreiche weitere afrikanische Führer sowie Diplomaten aus aller Welt.

Die Außenbeauftragte der Europäischen Union, Federica Mogherini, schickte eine Botschaft, in der sie die Bereitschaft der Mitgliedsstaaten der EU bekundete, mit der neuen angolanischen Exekutive zusammenzuarbeiten wollen, um die Beziehungen zu stärken und den bestehenden Dialog zu intensivieren.

Federica Mogherini wertete den Wahlprozess in Angola, der einen friedlichen politischen Übergang ermöglichte, als ein deutliches Zeichen für das Engagement des angolanischen Volkes für die Demokratie. Sie versicherte, dass die EU weiterhin alle Bemühungen unterstützen wird, starke, demokratische und integrative Institutionen aufzubauen, um für alle Angolaner eine friedliche und wohlhabende Zukunft zu gewährleisten und effektiv auf die Entwicklung regionaler und globaler Herausforderungen reagieren zu können



Nürnberg, 27. September 2017
Rainer Dzösch

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