Deutsch-Angolanische
Wirtschafts-Initiative e.V.

  

Angola privatisiert staatliche Unternehmen

Die angolanische Regierung prüft derzeit eine größere Zahl staatlicher Unternehmen, die ganz oder teilweise privatisiert werden sollen, darunter Unternehmen aus dem Ölsektor, Banken, Versicherungen, größere landwirtschaftliche Betriebe und weitere wichtige Industrieunternehmen. Nach Plänen der Regierung sollen allein beim staatlichen Erdölunternehmen Sonangol mehr als 50 Unternehmensbereiche privatisiert werden.

In einer Rede zur Eröffnung des amerikanisch-angolanischen Wirtschaftsforums in New York verkündete Angolas Staatspräsident João Lourenço den Start einer öffentlichen Ausschreibung zur Vergabe einer neuen Mobilfunklizenz und die teilweise Privatisierung von Angola Telecom.

Zudem gibt es neue Gesetze im Bereich der Diamantenindustrie, die das Monopol des staatlichen Diamantenunternehmens Endiama bereits weitgehend beendet haben. Laut Lourenço hat dies inzwischen zur Rückkehr großer multinationaler Unternehmen nach Angola geführt, die an Investitionen in die gesamte Wertschöpfungskette interessiert sind, von der Exploration über den Abbau bis hin zur Verarbeitung von Diamanten und der Herstellung von Schmuck.

Der angolanische Staatspräsident wies zudem auf das große Potential der Tourismusindustrie hin, die Investoren nicht nur entlang der weitreichenden Atlantikküste, sondern auch im Hinblick auf die Naturschönheiten im Inneren des Landes ungeahnte Möglichkeiten für den Bau von Hotels und Urlaubsresorts bieten. Derzeit bemüht sich Angola außerdem darum, in die Routen internationaler Kreuzfahrtschiffe aufgenommen zu werden.



Nürnberg, 25. September 2018
Rainer Dzösch

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